Beschlüsse in Rekordzeit

Zwei große Themen beschäftigten das Kirchenparlament in seiner jüngsten Sitzung: Der Pfarrplan 2024 und die Trägerstruktur bei den Tageseinrichtungen für Kinder.

Zu Beginn der Sitzung grüßte Elisabeth Schenk die Synodalen. Sie arbeitet als Apothekerin in der Partnerdiözese des Kirchenbezirkes in Tansania und befindet sich derzeit im Heimataufenthalt. In ihrem kurzweiligen Grußwort erfuhr man unter anderem, dass Hauskreise in Tansania samstags um 6.30 Uhr stattfinden, damit man anschließend seiner täglichen Arbeit nachgehen kann.

Der Vorsitzende der Synode, Christoph Killgus, betonte, die beiden großen Themen des Abends, der Pfarrplan und die bezirksweite Trägerstruktur bei den Tageseinrichtungen für Kinder, hingen eng zusammen: Letztere sei ein Angebot der Entlastung für die Gemeinden, wenn bei den Pfarrstellen Kürzungen umgesetzt werden müssten.

Dekan Rainer Kiess erinnerte daran, dass im Sommer 2015 ein erster Anlauf zur Schaffung dieser Trägerstruktur nicht geglückt sei. Seitdem sei die Entwicklung weitergegangen. Deshalb habe man sich entschieden, einen erneuten Vorstoß zu wagen. Nun sei nach seiner Einschätzung die letzte Chance zur Umsetzung dieses Projektes für lange Zeit.

Birgit Eißler, Fachberatung für Kindertageseinrichtungen im Kirchenbezirk, appellierte an die Synodalen, den Weg für dieses Projekt zu ebnen, und damit Evangelische Kindergartenarbeit im Bezirk langfristig abzusichern.

Martin Stährmann, Leiter der Kirchlichen Verwaltungsstelle Esslingen, berichtete von Sonderausschüttungen der Landeskirche zur Entlastung des Pfarrdienstes. Am Geld jedenfalls, so führte er aus, werde das Projekt nicht scheitern. Die Frage sei nun, ob die Kirchengemeinden bereit seien, die zusätzlichen Finanzmittel in die Hand zu nehmen.

Die Synode folgte schließlich mit großer Mehrheit den Vorschlägen. Ob die bezirksweite Trägerstruktur zum 1. Januar 2019 starten wird, entscheiden nun die 16 Kirchengemeinden des Bezirkes.

Im zweiten Teil der Sitzung stand der Pfarrplan 2024 auf der Tagesordnung. Pfarrer Andreas Streich stellte die erarbeitete Beschlussempfehlung vor. Insgesamt müssen bis ins Jahr 2024 2,5 Pfarrstellen im Bezirk eingespart werden. Im Bereich Ostfildern-Neuhausen ist vorgesehen, die Pfarrstelle Nellingen 2 auf 50 % zu reduzieren und die halbe Pfarrstelle Neuhausen 2 zu streichen. Das Pfarramt in Scharnhausen soll zum Ausgleich in Neuhausen regelmäßig unterstützen. Im Bereich Leinfelden-Echterdingen muss eine halbe Stelle eingespart werden. Dazu soll aus den Pfarrämtern Leinfelden-Unteraichen 2 (50 %) und Oberaichen eine neue Pfarrstelle geschaffen werden. Im Bereich Filderstadt soll die Pfarrstelle Sielmingen 2 (50 %) wegfallen, was dort eine Unterstützung vom Pfarramt Bernhausen West notwendig macht. Die Pfarrstelle Bonlanden Nord soll halbiert werden. Dafür ist eine Unterstützung aus dem benachbarten Harthausen vorgesehen.

75 Minuten waren für diesen Sitzungspunkt veranschlagt. Einzig die Synodalen aus Neuhausen meldeten sich zu Wort. Sie machten sich stark dafür, dass Pfarrer Frasch bis zu seinem Ruhestand im Jahr 2027 bleiben könne. Pfarrer Frasch hatte sich den Synodalen zu Beginn der Sitzung bei der Andacht vorgestellt. Die Beschlussempfehlung fand nach kurzer Aussprache eine breite Zustimmung bei den Synodalen.

Sichtlich überrascht über den schnellen und reibungslosen Fortgang der Sitzung beendete Dekan Kiess die Sitzung um 21.00 Uhr, eine glatte Stunde früher als vorgesehen.


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