Westfälische Präses Kurschus für zweite Amtszeit nominiert

Präses Annette Kurschus kandidiert für eine weitere Amtszeit von acht Jahren an der Spitze der Evangelischen Kirche von Westfalen. Die 56-jährige Theologin wurde ohne Gegenkandidaten nominiert, die endgültige Entscheidung trifft die Landessynode Ende November.

Tansanischer Bischof fordert stärkeren Einsatz für den Klimaschutz

„Afrika verliert durch den Klimawandel seine Lebensgrundlagen und Naturschönheiten“, sagte der evangelisch-lutherische Bischof Edward Mwaikali aus Tansania. In seiner Heimat sei der Klimawandel sei in deutlich spürbar. Deshalb forderte er einen stärkeren Einsatz der westlichen Industrienationen für den Klimaschutz.

Ein Kolumbarium in der Kirche

Wenn es zu viele Kirchen gibt, überlegen sich die Gemeinden, was mit ihnen geschehen soll. In Bremerhaven bekommt die eigentlich nicht mehr benötigte Michaelis-Kirche ein Kolumbarium. Derzeit entstehen dort Einzel- und Doppelkammern für 560 Urnen. Gleichzeitig werden die Gemeinderäume nebenan umgebaut.

Diakonie-Präsident Lilie für zweite Amtszeit berufen

Der Präsident der Diakonie Deutschland, Ulrich Lilie, bleibt für weitere dreieinhalb Jahre an der Spitze des evangelischen Wohlfahrtsverbandes. Bischof Dröge wünscht ihm „viel Inspiration, Kraft und Gottes Segen“ für die kommenden Jahre.

„Auf dem Weg“: Broschüre für Flüchtlinge erschienen

Die Broschüre „Auf dem Weg...“ ist bei der Deutschen Bibelgesellschaft in Zusammenarbeit mit der EKD erschienen. Sie verbindet die Lebenswelt heutiger Geflüchteter sowie Migrantinnen und Migranten mit 33 biblischen Personen, die ihre Heimat verlassen haben.

Seenotrettung: Evangelische Kirche will ein eigenes Schiff ins Mittelmeer schicken

Dass im Mittelmeer weiterhin Menschen ertrinken, sei nicht hinnehmbar, sagte der EKD-Ratsvorsitzende, Heinrich Bedford-Strohm. Gemeinsam mit anderen Organisationen kündigte er an, ein eigenes Schiff zur Rettung von Menschen aus Seenot ins Mittelmeer zu schicken. Eine Kirchentagsresolution hatte die EKD aufgefordert, mit einer eigenen Rettungsmission ein Zeichen zu setzen. Jetzt wurden die Pläne vorgestellt.

Wechselseitige Abendmahlsteilnahme für Protestanten und Katholiken

Führende Theologen haben sich für die wechselseitige Teilnahme am Abendmahl ausgesprochen. Der Ökumenische Arbeitskreis evangelischer und katholischer Theologen stellte ein Papier zur gemeinsamen Abendmahlspraxis vor. Protestanten und Katholiken sollen demnach am Abendmahl der jeweils anderen Konfession teilnehmen dürfen. Der Bischof der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, Martin Hein, sprach von einem „bahnbrechenden Dokument“.

Seenotrettung 2019: „entsetzliche Bilanz“

„Weiterhin ist keine Lösung in Sicht und das Politikversagen hält an“: Zu dieser Bilanz kamen Vertreterinnen und Vertreter von Rettungs- und Hilfsorganisationen, Kommunen, der SEEBRÜCKE-Bewegung und der evangelischen Kirche mit Blick auf die aktuelle Situation in Libyen und auf dem Mittelmeer. Gemeinsam forderten sie die Bundesregierung und alle politisch Verantwortlichen in Europa auf, unverzüglich einen europaweiten Verteilmechanismus für im Mittelmeer gerettete Geflüchtete in der EU einzurichten und in Libyen willkürlich inhaftierte Menschen in Sicherheit zu bringen.

Die Bibel für Menschen mit Behinderungen zugänglich machen

Die Bibel ist für alle da – nur können sie manche nicht lesen, zum Beispiel Blinde oder Menschen mit geistigen Einschränkungen. Die Deutsche Bibelgesellschaft und weitere kirchliche Organisationen bieten inzwischen einen ganzen Koffer voller Hilfsmittel, um möglichst vielen einen Zugang zur Heiligen Schrift zu ermöglichen.

DDR-Untergrundpresse mit ökumenischen Wurzeln

Umweltprobleme und Ausländerhass waren in den offiziellen DDR-Medien kein Thema. Wohl aber in den „radix-blättern“, einer Zeitschrift der DDR-Opposition. In schöner ökumenischer Eintracht wirkten evangelische und katholische Christen von 1986 bis 1990 mit an 20 Ausgaben. Gedruckt wurde in der geheimen Druckerei der Berliner Bischofskonferenz.

Breite gesellschaftliche und kirchliche Kampagne für ein Lieferkettengesetz gestartet

Gewerkschaften, Menschenrechtler, kirchliche, Klima- und Entwicklungsorganisationen fordern die Bundesregierung auf, deutsche Firmen mit einem Lieferkettengesetz zum Schutz von Menschenrechten zu verpflichten. „Wer Schäden anrichtet, muss Verantwortung übernehmen“, sagte Johanna Kusch, Sprecherin der „Initiative Lieferkettengesetz“ bei der Vorstellung des Bündnisses aus 64 Organisationen in Berlin.

Neue App der Telefonseelsorge soll Suizidprävention verbessern

Mit einer kostenlosen App will die ökumenisch organisierte Telefonseelsorge Deutschland die Suizidprävention verbessern. Der Prototyp wird zum Welttag der Suizidprävention vorgestellt, die fertige App soll bis zum Jahresende verfügbar sein. Der Krisen-Kompass richtet sich nicht allein an Suizid-Gefährdete, sondern an alle, die sich Sorgen um jemand anderen machen.

Ökumenisches Gedenken an das Martyrium des lutherischen Bischofs Bursche

Landesbischof Frank Otfried July hat in Rom an das Martyrium des polnischen lutherischen Bischofs Juliusz Bursche während der NS-Zeit erinnert. In einem Gottesdienst am Abend des 9. September ist Bursche in das ökumenische Gedenken aufgenommen worden, teilte das Deutsche Nationalkomitee des Lutherischen Weltbundes mit. Auch der Leitende Bischof der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen, Jerzy Samiec, nahm am Gottesdienst teil.

Textilien mit staatlichem Gütesiegel „Grüner Knopf“ ab sofort im Handel

Verbraucher können jetzt sozial- und umweltverträglich produzierte Kleidung am staatlichen Gütesiegel „Grüner Knopf“ erkennen. Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, lobt das Siegel bei dessen Vorstellung in Berlin als „sehr konkreten Schritt in die richtige Richtung“.

Neuer mitteldeutscher Bischof Kramer mit Festgottesdienst ins Amt eingeführt

Vor gut zehn Jahren wurde die Evangelische Kirche in Mitteldeutschland gegründet. Nun haben die rund 700.000 Protestanten ihren zweiten Bischof bekommen. Friedrich Kramer wurde am 7. September im Magedburger Dom als Nachfolger von Ilse Junkermann in sein Amt eingeführt.

„Wir können nicht schweigen“

Mit einer Reise durch Deutschland macht der philippinische Bischof Antonio Ablon auf die prekäre Menschenrechtslage in seiner Heimat Mindanao (Philippinen) aufmerksam. Seine Kirche, die Iglesia Filipina Independiente (IFI), setzt sich für die Arbeiter, Bauern und Landlosen in den Philippinen ein. Auch im Kirchenamt der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) in Hannover hat er Station gemacht.

Reformierter Bund wählt neue Führungsspitze

Der Reformierte Bund wählt auf der vom 19. bis 21. September tagenden Hauptversammlung eine neue Führungsspitze für die rund 1,5 Millionen evangelisch-reformierten Christen in ganz Deutschland. Der bisherige Amtsinhaber als vorsitzender Moderator, Martin Engels, gibt nach vier Jahren sein Ehrenamt ab.

„Getrost und fröhlich neue Wege wagen“

Der neue Bischof der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM) hat einen eigenen kleinen Weinberg. „Auch ich bin Arbeiter im Weinberg des Herrn“, sagt der Theologe, der die Verantwortung für 700.000 evangelische Christen in Mitteldeutschland übernimmt. Am 7. September wird er offiziell in sein Amt eingeführt.

Orgel 4.0: Mit digitaler Hilfe die Pfeifenorgel retten

Eine Jukebox für die Orgel oder Künstliche Intelligenz, die Orgelsätze selbst komponiert: Kirchenmusikdirektor Peter Ammer ist bereit, alle technischen Neuerungen unter die Lupe zu nehmen – wenn sie das Orgelspiel attraktiver machen.

Lebensfroh und glaubensstark

In einem Festgottesdienst im Magdeburger Dom ist Friedrich Kramer am Samstag, 7. September, durch Kirchenpräsident Dr. h. c. Christian Schad (Speyer) und Landesbischof Ralf Meister (Hannover) in sein Amt als Landesbischof der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM) eingeführt worden.

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