Von der Angst zur Freude

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Eine 13-jährige schreibt: "Ich könnte eigentlich mit meiner Umwelt zufrieden sein. Aber etwas bedrückt mich ständig. Und dieses 'Etwas' heißt Angst. Ich habe Angst vor dem Tod, Angst vor dem Leben, Angst vor der Wahrheit, Angst vor den Noten, Angst vor dem Sporttag, Angst vor der Liebe, Angst vor der Nacht, Angst vor dem Weltuntergang, Angst vor dem Krieg, Angst vor einem Traum, Angst vor Spott, Angst vor Spritzen, Angst vor dem Ausgelachtwerden, Angst vor der Angst…"(*) Wir können ergänzen: Angst vor Corona, Angst vor Terror, Angst vor der Zukunft, Angst vor Weihnachten, vor dem Alleinsein, vor zu viel Nähe… Angst und nochmals Angst.

Wovor hast Du Angst? Manchmal ist die Angst ganz klar, nachvollziehbar, hat einen Grund. Manchmal ist sie sehr diffus; ich weiß gar nicht, woher sie kommt. Manchmal verdränge ich die Angst, und sie sucht sich irgendwo ein Ventil. 

Die Geschichte von Weihnachten beginnt mit der Angst: Zacharias kriegt Angst, als er den Engel sieht. Maria hat Angst, als ihr Gott die Nachricht bringen lässt: Du wirst schwanger werden. Die Hirten bekommen Angst, als ihnen Jesus angekündigt wird. Und jedes Mal hören sie den gleichen Satz: "Fürchte dich nicht!" Keine Angst! Das ist überhaupt der häufi gste Satz in der ganzen Bibel. Mindestens 60 mal wird das jemandem zugerufen. Und damit sagt Gottes es auch zu uns, sagt er’s zu Dir: Fürchte dich nicht! Und Du sagst: Doch, das tue ich. Ich habe Angst. Warum nicht? Es gibt so viele Gründe Angst zu haben. Warum sollte ich mich nicht fürchten? Gott sagt: Weil ich bei Dir bin! "Fürchte dich nicht, ich bin mit dir; weiche nicht, denn ich bin dein Gott. Ich stärke dich, ich helfe dir auch, ich halte dich durch die rechte Hand meiner Gerechtigkeit."

Weil Gott da ist, deshalb musst Du Dich nicht fürchten. Weil Gott da ist, deshalb braucht Dich nicht die Angst regieren. Weil Gott größer ist als die Angst, deshalb kannst Du Dich auf ihn verlassen. Darum geht’s an Weihnachten: Jesus kommt in die Welt. Er zeigt: Gott ist da. Und was mit der Angst beginnt, das endet mit großer Freude. Dass nicht die Angst uns bestimmt, sondern die Freude, die Jesus gibt, das wünscht für Weihnachten und überhaupt

Matthias Trick

(*) aus: Axel Kühner, Hoffen wir das Beste, Neukirchen-Vluyn 52001, S. 263